Die Anti-Money Laundering Authority (AMLA) hat eine öffentliche Konsultation zu Entwürfen von Leitlinien für die unternehmensweite Risikoanalyse gestartet. Die Vorgaben konkretisieren zentrale Anforderungen der Verordnung (EU) 2024/1624 und sollen die bislang uneinheitliche Praxis in der EU harmonisieren.
Im Fokus stehen Mindestinhalte und methodische Standards für die Risikoanalyse, insbesondere zu Kunden-, Produkt-, Vertriebs- und Länderrisiken.
Der Entwurf der Leitlinien gemäß Artikel 10 Absatz 4 der AMLR legt Mindestanforderungen für alle verpflichteten Unternehmen im Finanz- und Nichtfinanzsektor fest, mit der Möglichkeit angemessener Berücksichtigung der Größe, des Geschäftsmodells und des Risikoprofils des jeweiligen Unternehmens.
Der Entwurf der technischen Regulierungsstandards gemäß Artikel 16 Absatz 4 und Artikel 17 Absatz 3 der AMLR enthält Mindeststandards für gruppenweite Rahmenwerke zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, auch in grenzüberschreitenden Fällen und wenn verpflichtete Unternehmen in Drittländern tätig sind.
Die finalen Leitlinien sollen bis zum 10. Juli 2026 vorliegen.

