Der Consumer Finance Risk Monitor 2026 der OECD zeigt klar: Das Massengeschäft mit Privatkunden erlangt eine immer größere Bedeutung für den Bereich AML. Die Analyse von rund 60 Jurisdiktionen belegt, dass Betrug und Scams in vielen Ländern zu den Top-3-Risiken zählen, begleitet von einem deutlichen Anstieg digitaler Betrugsfälle – insbesondere bei Mobile Banking, Instant Payments und digitalem Onboarding.
Für Geldwäschebeauftragte zentral: Häufig handelt es sich um formal legale Gelder, die durch Täuschung erlangt und weitergeleitet werden. Die Grenze zwischen Betrug und Geldwäsche verschwimmt damit zunehmend. Gleichzeitig gelten digitale Kanäle und geringe Finanzkompetenz als wesentliche Risikotreiber – ein Nährboden für Mule Accounts und missbräuchliche Transaktionen.

