Im Rahmen eines Hackerangriffs in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli wurden ca. 31.000 Datensätze des vom Fürstentum Liechtenstein geführten „Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen“ erbeutet.
Das Verzeichnis besteht seit 2021 und soll zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzeirung beitragen. In diesem sind Personen aufgelistet, die hinter den zahlreichen im Fürstentum errichteten Stiftungen, Treuhandgesellschaften oder ähnlichen Unternehmenskonstrukten stehen.
Laut Regierungschefin Brigitte Haas gebe es weder Erpressungsversuche noch seien die Daten beispielsweise im Darknet aufgetaucht. Für das Fürstentum Liechtenstein stellt die Finanzbranche einen erheblichen Anteil des Staatshaushalts dar. Diesbezüglich war das Fürstentum jahrelang für seine besondere Diskretion in diesem Bereich bekannt.

