22. Mai 2026

OFSI verhängt Geldstrafe gegen Deutsche Bank wegen Russland-Sanktionen

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Die britische Sanktionsbehörde OFSI hat gegen die Londoner Niederlassung der Deutsche Bank eine Geldstrafe in Höhe von 165.000 Pfund verhängt. Hintergrund sind zwei Zahlungen aus dem Jahr 2022 über insgesamt rund 635.000 Pfund an ein Unternehmen, das vollständig im Eigentum einer sanktionierten Gesellschaft stand.

Besonders bemerkenswert: Nach Angaben der OFSI blieb die Eigentümerstruktur des Zahlungsempfängers unentdeckt, weil ein eingesetzter Drittanbieter diese Daten nicht im Screening erfasst hatte. Die Behörde stellt jedoch ausdrücklich klar, dass Institute auch bei der Nutzung externer Dienstleister selbst für die Einhaltung von Finanzsanktionen verantwortlich bleiben.

Die Deutsche Bank hatte den Vorfall bereits 2022 selbst angezeigt. Dies führte nach Angaben der OFSI zu einer deutlichen Reduzierung der ursprünglich vorgesehenen Sanktion.

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