Die Schweizer Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) verzeichnet einen starken Anstieg der Verdachtsmeldungen. Laut Jahresbericht 2025 gingen insgesamt 21.087 Meldungen ein – ein Plus von 39,3 % gegenüber dem Vorjahr. Seit Einführung des Meldesystems goAML im Jahr 2020 hat sich das Meldevolumen nahezu vervierfacht.
Der Bericht zeigt zugleich die wachsenden Herausforderungen für die Schweizer FIU. Mit rund 57 Vollzeitstellen verfüge die MROS im internationalen Vergleich über begrenzte personelle Ressourcen. Finanzplätze wie Luxemburg, Hongkong oder die Niederlande seien deutlich stärker ausgestattet.
Die MROS setzt daher verstärkt auf Automatisierung, moderne Data-Science-Ansätze und risikobasierte Analysen. Zudem bereitet sich die Schweiz bereits auf die nächste FATF-Länderprüfung vor, die Ende 2026 beginnt und bis Anfang 2028 läuft.

