Die von der Financial Action Task Force (FATF) unter der Leitung des Internationalen Währungsfonds (IWF) durchgeführte gegenseitige Evaluierung Österreichs bewertete die Wirksamkeit der Maßnahmen des Landes zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung (AML/CFT/CPF) sowie deren Übereinstimmung mit den FATF-Empfehlungen zum Zeitpunkt eines Vor-Ort-Besuchs zwischen Juni und Juli 2025.
Die Evaluierung ergab, dass Österreich deutliche Fortschritte bei der Stärkung seines rechtlichen und regulatorischen Rahmens zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erzielt hat, insbesondere hinsichtlich der Transparenz der wirtschaftlich Berechtigten, der Finanzmarktaufsicht und der Ermittlungen zur Terrorismusfinanzierung.
Gleichwohl wird bemängelt, dass die Strafverfolgungsbehörden sich nicht ausreichend auf die Identifizierung und Zerschlagung von Geldwäschenetzwerken konzentrierten, auch nicht solcher mit Auslandsbezug, sodass durch restriktive Auslegungen des Geldwäschetatbestands weiterhin Ermittlungen und Strafverfolgung begrenzt würden. Hauptursache sind weiterhin erhebliche rechtliche und operative Hürden, mit denen Praktiker bei der Verfolgung von Geldwäschedelikten konfrontiert seien.
https://www.fatf-gafi.org/en/publications/Mutualevaluations/mer-austria-2026.html


