Der Global Terrorism Index 2026 zeigt einen deutlichen Rückgang terroristischer Gewalt: Die Zahl der Todesopfer sank 2025 um rund 28 %, auch die Anschläge gingen spürbar zurück. Gleichzeitig bleibt der Terrorismus stark regional konzentriert – insbesondere die Sahel-Zone ist weiterhin globaler Schwerpunkt.
Für Europa und den Westen ergibt sich jedoch ein gegenläufiger Trend: Die Zahl der Opfer ist hier deutlich gestiegen. Treiber sind vor allem Einzeltäter, Online-Radikalisierung und jüngere Täterprofile. Das Bedrohungsbild verschiebt sich damit weg von komplexen Netzwerken hin zu schwer vorhersehbaren Einzelhandlungen.
Deutschland bleibt im internationalen Vergleich auf einem niedrigen Risikoniveau. Dennoch zeigen sich auch hier die neuen Muster: diffuse Bedrohungslagen, digitale Radikalisierung und fragmentierte Finanzierungswege.
Fazit: Global nimmt Terrorismus statistisch ab – operativ wird er unberechenbarer. Für Deutschland bedeutet das vor allem eine qualitative Verschärfung der Risiken, nicht zwingend eine quantitative.


