Bei einer groß angelegten Razzia gegen internationalen Drogenhandel im Darknet und ein mutmaßliches Geldwäschenetzwerk haben Ermittler am 27. Mai 2026 in Hessen und Nordrhein-Westfalen insgesamt 40 Objekte durchsucht. Mehr als 400 Einsatzkräfte von BKA (Bundeskriminalamt), Zoll, LBF (Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität) NRW sowie Landes- und Bundespolizei waren beteiligt. Acht Personen wurden festgenommen, außerdem stellten die Behörden Bargeld, Kryptowährungen, Waffen und mehrere Kilogramm Drogen sicher.
Nach Angaben der Ermittler soll eine Tätergruppe seit 2020 weltweit Betäubungsmittel wie Kokain, Cannabis, Ecstasy und Amphetamine über Darknet-Marktplätze verkauft und per Post versendet haben. Drei mutmaßliche Mitglieder des Netzwerks wurden festgenommen.
Die mutmaßlichen Drogenerlöse in Millionenhöhe sollen anschließend über ein internationales Geldwäschesystem verschleiert worden sein. Im Fokus steht dabei ein vietnamesisches Underground-Banking-Netzwerk, das Kryptowährungen in Bargeld umtauschte und Geldtransfers zwischen Deutschland und Vietnam organisiert haben soll. Gegen neun vietnamesische Staatsangehörige wird ermittelt, vier davon wurden festgenommen.
aut Ermittlern wurden seit Ende 2025 mehr als sieben Millionen Euro Bargeld eingesammelt. Über Krypto-Wallets eines Hauptverdächtigen sollen innerhalb weniger Monate zudem mehr als 100 Millionen Euro geflossen sein. Die Ermittlungen dauern an.


