Die FIU Deutschland hat im Juli 2026 im internen Bereich der FIU-Webseite ein neues Typologie- und Anhaltspunktepapier zur handelsbasierten Geldwäsche (Trade-Based Money Laundering, TBML) veröffentlicht.
Ziel ist es, Verpflichtete dabei zu unterstützen, verdächtige Transaktionen und Geschäftsbeziehungen besser zu erkennen. Im Fokus stehen insbesondere Über- und Unterfakturierung, Mehrfachfakturierung, Scheingeschäfte, falsche Warenbeschreibungen, Drittzahlungen sowie die Unterwanderung legitimer Lieferketten.
Die FIU betont, dass einzelne Auffälligkeiten regelmäßig noch keinen Verdacht begründen, sondern stets im Gesamtkontext bewertet werden müssen. Besonders wichtig sind dabei die beteiligten Parteien, Zahlungsströme und Rechnungsinformationen. Das Papier kann zudem zur Konfiguration von AML-Prozessen und Transaktionsüberwachung sowie für Schulungen und Sensibilisierungen genutzt werden.

